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Thai/Kickboxen

Geschrieben
 am Samstag, 09.06.2012

„Ich möchte der beste Kämpfer der Welt werden“

Max Baumert - mit Titel dekoriert (Foto: Andy Schadenberg/GoldenGloryBerlin)

Zweifelsohne hat sich der Berliner Max Baumert in den vergangenen Monaten zu mehr als einem Geheimtipp in der Thai- und Kickboxszene gemausert. Zwei internationale Profi-Titel in den vergangenen Monaten, liesen den Bekanntheitsgrad des Golden Glory Fighters und Schützling von Andy Schadenberg enorm in die Höhe schnellen. Grund genug für GnP den Youngster zum Gespräch zu bitten.

Max, es ist erst ein paar Wochen her als du in Liberec den WKA-Weltmeister Titel gewonnen hast. Herzlichen Glückwunsch und wie hast du den Kampf erlebt?
Danke schön. Ja, es war ein harter Kampf mit einem erfahrenen Gegner und wir hatten den Druck vorzeitig zu gewinnen, denn wir kämpften in seiner Heimat. Letztendlich gewann ich  in Runde 5 durch KO.

2.500 Zuschauer gegen einen und dann auch noch der Lokalmatador im Weg. Rutscht da einem jungen Kämpfer wie dir nicht doch das Herz etwas in die Hose?
In einem solchen Moment konzentriere ich mich nur auf meinen Gegner. Da mache ich mir über sowas keine Gedanken.

Wenn man durch KO gewinnt, dann hört sich das meist vermeintlich einfach an. War es das auch?
Nein, war es nicht, zumal ich in der 2. Runde einmal angeknockt wurde. Das hat den Druck natürlich erhöht. Nach dem Anzählen bin ich erst richtig aufgewacht, und dann ging es los.
Wenn Max Baumert zu langt, dann tut es weh. (Foto: Andy Schadenberg/GoldenGlory Berlin)

Was glaubst du war der Schlüssel zum Sieg?
Das K.O. in der 5. Runde und mein unbändiger Wille, zu siegen.

Den WM-Titel der WKA hast du in der Tasche. Aber ausgeruht hast du dich nicht und bist zum nächsten Titelkampf gekommen. Erzähl uns doch mal was über den Kampf und um welchen Titel es ging?
Auf dem Fight Cup in Eggesin habe ich um die Europameisterschaft der WKN gegen Maxime Cerrie gekämpft.  Der Kampf ging über volle 4 Runden und ich habe nach Punkten gewonnen. Mein Management hat bereits einem Rückkampf in Frankreich zugestimmt. Da werde ich ihn dann ausknocken.

Ist für dich jetzt erst einmal Pause angesagt oder wie wird dein weiterer Fahrplan für das Jahr 2012 aussehen?
Über den Sommer mache ich Pause, um meinen Körper zu regenerieren. Am 08.09.2012 kämpfe ich auf der ersten Top League Veranstaltung in Merseburg gegen Marco Pique. Die Veranstaltung wird auch auf Eurosport ausgestrahlt, das ist auch für mich eine Premiere. Ich freue mich auf den Kampf.

So langsam aber sicher weiss man auch in Thai- und Kickboxkreisen, wer Max Baumert ist. Ist dir die Rolle des Unbekannten bisher lieber gewesen oder freut es dich, das die Leute jetzt mehr Notiz von dir nehmen?
Natürlich freut es mich, umso bekannter ich bin, umso bessere Gegner bekomme ich. 

Du kommst aus Berlin. Das Sportangebot dort ist riesig. Wie hast du den Weg zum Kampfsport gefunden?
Mit 10 Jahren habe ich bereits mit Karate angefangen. Danach gings weiter mit dem Boxen. Nebenbei hab ich schon Thaiboxen trainiert, was mir letztendlich mehr Spaß gemacht hat, weil es vielseitiger ist.
Gleich schlägt es ein. (Foto: Johannes Koziol/ktbc.de)

Wann hast du gemerkt „Hey, das ist genau mein Ding!“?
Nach dem ersten K1 Kampf.

Du bist ein Teil vom Team Golden Glory. Welche Bedeutung hat dies für einen jungen Kämpfer wie dich?
Golden Glory ist das weltweit beste Team. Es eröffnet mir als Kämpfer die Möglichkeit auf internationalen Galen, gegen gute und bekannte Gegner zu kämpfen, wie ich es bereits in Moskau und Liberec tat. Bei Golden Glory stimmt neben dem Training, auch das Management.

Wenn man dich im Ring sieht merkt man schnell, das deine Wurzeln im Boxen liegen. Warum und an welchem Punkt hast du dich für das Kickboxen entschieden?
Ursprünglich habe ich mit Karate und Kickboxen angefangen. Ich habe dann die Möglichkeit bekommen, auf einer Sportschule fürs Boxen das Abitur zu machen. Dort habe ich natürlich 2 mal am Tag das Boxen trainiert.

Im Boxen hast du es bis zum Berliner Meister gebracht. Da wäre es ja naheliegend gewesen das Boxen weiter voran zu treiben, oder?
Das Boxen hat mir auch viel Spaß gemacht, aber ich hab mich schon immer mehr für K1 interessiert.

Wenn du jetzt das Boxen mit dem Kickboxen vergleichst. Was braucht es damit das Kickboxen zu noch mehr Anerkennung kommt?
Mehr Fernsehübertragungen. Es gibt jede Woche regelmäßig professionelle Events mit hochkarätigen Kämpfern. Deshalb freue ich mich, dass die Fight Night in Merseburg auf Eurosport übertragen wird.

Wie erwähnt bist du vom Boxen zum Kickboxen gegangen. Bei Marco Huck war es umgekehrt. Kannst du trotz deines jungen Alters sagen, was der bessere Weg ist?
Ich bin der Meinung, dass K1 der kommende Sport in Deutschland ist, und dem Boxen in den nächsten Jahren in nichts mehr nachstehen wird.
Und wieder ein vorzeitiger Sieg. (Foto: Andy Schadenberg/GoldenGlory Berlin)

Du bist im Limit von 72,5 – 75kg unterwegs. Da fallen hauptsächlich Namen wie Dima Weimer, die Kehl Brüder, Alex Vogel, Alex Schmitt oder Muhammed Gür. Stört es dich das dein Name da noch nicht auftaucht, oder ist es noch mehr Ansporn um den Leuten zu zeigen „Achtung, hier komme ich!“?
Nein, das stört mich nicht, und einige Kämpfer von ihnen, kenne ich auch nicht.  Ich richte mich nach internationalen Top Kämpfern.

K-1 ist nach langem hin und her wieder zurück, die Glory World Series startet durch und It`s Showtime gibt es ja auch noch. Für wen würdest du dich entscheiden wenn du die Möglichkeit hättest und warum?
Das ist die Aufgabe meines Managements.

Momentan bist du ja Schüler. Aber was kommt danach? Ausbildung und Job oder doch eher der Gang in Richtung Profi-Kampfsport ?
Momentan mache ich mein Fachabitur, und dann werde ich studieren. Nebenbei werde ich meine Profi-Kampfsport Karriere vorantreiben.

Wenn wir mal einen Blick in die Zukunft werfen, welche Ziele verfolgst du mittel- bzw. langfristig?
Der beste Kämpfer, der Welt zu werden.

Max, ich nenne dir jetzt 5 Stichpunkte und bitte dich uns spontan zu sagen, was dir dazu einfällt:
Hertha oder Eisbären: Eisbären
Andy Schadenberg: der beste Trainer
UFC: Pride war besser
Golden Glory: das beste Team
Max Baumert: die kommende Nummer 1
Max Baumert - die kommende Nummer 1 ? (Foto: Andy Schadenberg/GoldenGlory Berlin)

Gibt es vielleicht noch etwas von dir, von dem wir sagen würden „Mensch das hätten wir nicht von dir gedacht!“?
Ich koche gern.

Zum Abschluß hast du jetzt noch die Möglichkeit ein paar Worte an die Leser und deine Fans zu richten.
Ich möchte mich bei allen Fans, Freunden und meinem Team für die bisherige tolle Unterstützung bedanken. Ich werde weiterhin in jedem Kampf mein Bestes geben.

Max, ich danke dir für das Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg in deiner Karriere.
Ich danke Euch für Euer Interesse.

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