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Allgemein

Geschrieben
 am Montag, 31.05.2010

Ergebnisse – FFC: Bad Blood

Superfight der Schwergewichte: Norman Jendrejczyk vs. Pavel Botka.

Bereits zum fünften Mal gastierte die Free Fight Championship – eine der renommiertesten Kampfsportveranstaltungen Deutschlands – am vergangenen Sonntag in Köthen, Sachsen-Anhalt. Den Hauptkampf des Abends bestritten zwei schwere Jungs: „Ironhead“ Norman Jendrejczyk und Pavel Botka, in einem MMA-Superfight. Wie gewohnt ließ Jendrejczyk nichts anbrennen und bot dem Publikum was es sehen wollte, nämlich von Beginn an viele harte Hände, ohne Rücksicht auf Verluste. Diese Taktik forderte jedoch recht früh ihren Tribut, der Mann mit dem Eisenschädel hatte einen Cut , der immer stärker zu bluten begann. Dennoch machte er unbeirrt weiter, wurde gegen Ende von Runde eins aber vom Tschechen überwältigt. Am Boden deckte Botka Jendrejczyk aus der Mount mit Schlägen ein, bis der Ref dazwischen gehen musste.

Jendrejczyk mit Ground and Pound - zum Sieg hat es jedoch nicht gereicht.

Den Co-Main Event des Abends bestritten Bushido-Urgestein Ric Schreiter und Thomas Wichmann, von Vale Tudo Sports Merseburg. Ringer-Ass Schreiter suchte direkt zu Beginn den Takedown, den Wichmann jedoch sprawlte. Wichmann dominierte darauf im Stand mit Lowkicks und langen Händen, wurde schließlich aber doch von Schreiter zu Boden gebracht, wo der versuchte mit Ground and Pound zu Punkten. Wichmann konnte seinen Gegner jedoch gut neutralisieren und bearbeitete ihn aus der Rückenlage mit Ellenbogenschlägen, bis er ihn schließlich sweepen konnte. Am Boden wollte er sich jedoch offenbar nicht aufhalten – stand auf und stompte zu Kopf des am Boden liegenden Schreiters. Der kam danach zwar schnell wieder auf die Beine, war aber deutlich gezeichnet, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis Wichmann den Kampf beenden konnte. In der Ringecke deckte er seinen Gegner mit Schlägen ein, bis der Referee dazwischen ging. Damit verbesserte der talentierte Merseburger seine Bilanz auf 4-0.

Wichmann setzt nach einem Stampftritt mit Ground and Pound nach.

In einem K-1-Fight konnte Marco Fitz den Apoldaer Patrick Linke via KO besiegen. Linke machte einen guten Fight, nahm in der zweiten Runde allerdings eine harte Hand und ging zu Boden. Er wurde angezählt, kam zurück, aber fand nicht wieder in seinen Rhythmus. Kurz darauf musste er erneut eine harte Hand nehmen und ging sofort KO.

In einem Boxkampf musste sich der kurzfristig eingesprungene Alexander Kießling dem Dresdner Marcel Quitsch geschlagen geben. Quitsch siegte einstimmig nach Punkten, dennoch gebührt Kießling Respekt für den Mut, diesen Fight anzunehmen.

Der erfahrene Litauer Rimgaudas Kutkaitis traf in einem MMA-Fight auf den nicht minder erfahrenen Bushido-Fighter Hendrik Nitzsche. Der Kampf ging früh auf den Boden, Kutkaitis verteidigte einen Hüftwurf Nitzsches und sicherte sich dessen Rücken. Nitzsche ging auf die Knie, um einen Wurf zu vermeiden. Dort verteidigte er Submissionversuche des Litauers und konnte sich aus der Unterlage befreien. Nun hatte Nitzsche den Rücken seines Gegners und begann ihn mit Schlägen zu bearbeiten, nachdem dieser seinerseits einen Choke verteidigte. Nitzsche feuerte plötzlich einige harte Ellenbogenstöße zum Hinterkopf seines Gegners ab, der Referee ging sofort dazwischen und ermahnte den Kämpfer. Unverständlich, dass es hier weder Disqualifikation noch Punktabzug gab, der Kampf ging jedenfalls nach einem angedrohten Abbruch und einem kurzen Ärztecheck weiter. In einer schönen Sequenz versuchten beide Kämpfer gegenseitige Leglocks – Nitzsche hatte hier schlussendlich die Nase vorn und konnte den Fight via Submission für sich entscheiden.

Nitzsche gewinnt das Leglock-Duell mit einem Heelhook.

Im „schwersten Kampf“ des Abends trafen der 133 Kilo schwere „Eisbär“ Torsten Raum der 118 Kilo schwere Marc Robert Schild in einem K-1-Fight aufeinander. Raum konnte hier überzeugen und den Kampf bereits in Runde eins via TKO für sich entscheiden.

Kurzfristig eingesprungen ist Apoldaer Alexander Halusa. Er ersetzte Daniel Zeuner, der künftig in Schottland einen Weltmeisterschaftskampf absolvieren wird und daher für diese Veranstaltung ausfiel. In einem Boxkampf traf er auf den Lokalmatadoren Steven Kitzing, der auf Grund einer Verletzung nicht im K-1 antreten konnte, was eigentlich die Domäne von beiden Kämpfern gewesen wäre. Kitzing machte von Beginn an Druck und marschierte mit harten Händen. Halusa versuchte dagegenzuhalten, musste jedoch mehrfach zu Boden. Als er in Runde zwei zum dritten Mal angezählt wurde, beendete der Referee schließlich den Kampf. Auch Halusa gilt selbstverständlich Respekt, für seine Bereitschaft, kurzfristig einzuspringen.

Ludus Magnus Headcoach Sandro Zanke hatte keinen guten Tag. Nach mehrfachen Kampfabsagen seiner Gegner stand er am Kampftag dem Litauer Andruis Ordoyan gegenüber. Zunächst bearbeitete Zanke seinen Gegner im Stand und punktete mit langen Händen und Lowkicks. Nach einem Takedown Zankes befanden Beide sich am Boden. Ordoyan versuchte einen schönen Armbar aus der Guard, doch Zanke konnte ihn verteidigen, die Guard somit passieren und pounden. Der Litauer verteidigte nicht schlecht und schaffte es in die Pause. Nach der Pause hielt sich Zanke gar nicht lang im Stand auf, sondern shootete sofort wieder. Erneut auf dem Boden sicherte sich Ordoyan wieder den Arm Zankes – diesmal konnte dieser sich jedoch nicht befreien und musste tappen.

Zanke in Half-Guard.

Eugen Aremenko konnte sich in einem K-1-Fight durchsetzen. Sein Gegner Andreas Pschorn musste in der zweiten Runde zwei Mal angezählt werden. Beim zweiten Mal befand der Referee ihn für kampfunfähig und brach den Fight daraufhin ab.

In einem MMA-Kampf siegte Pavel Karnauch über Marcel Wolke durch einen KO in der ersten Runde. Karnauch knockte seinen Gegner am Seil zu Boden. Offenbar war der bereits KO, Karnauch setzte jedoch trotzdem noch einmal nach und der Ref ging dazwischen.

Kranauch mit dem Takedown.

Der „Schwarze Peter“ Patrick Choumane musste sich in einem K-1-Fight in Runde zwei Tim Richter geschlagen geben, nachdem er zweimal angezählt wurde.

Im ersten MMA-Fight des Abends konnte Patrick Weikri sich gegen Jens Müller durchsetzen. Müller fand dabei nie so recht in den Kampf. Weikri brach sich im Verlauf des Kampfes die rechte Hand, angesichts eines einstimmigen Punktsieges wohl aber ein zu verschmerzendes Übel.

Der 42-jährige Marathonläufer Andy Pfretzschner konnte Rene Manthey in einem Boxkampf besiegen. Pfretzschner zeigte eine beeindruckende Leistung, deckte Manthey mit Kombinationen ein, vor allem die harten Bodyshots entschieden den Kampf. In der zweiten Runde ging Manthey schließlich KO.

Im Opener des Abends konnte sich Andy Otzovski in einem K-1-Fight via geteiltem Punktentscheid gegen Bushido-Kämpfer Konstantin Krupp durchsetzen.

FFC: Bad Blood
30. Mai 2010
Hein-Fricke-Halle, Köthen, Sachsen-Anhalt


MMA: Pavel Botka besiegte Norman Jendrejczyk via TKO (Rd. 1)
MMA: Thomas Wichmann besiegte Ric Schreiter via TKO (Rd. 1)
K-1: Marco Fitz besiegte Patrick Linke via KO (Rd. 2)
Boxen: Marcel Quitsch besiegte Alexander Kießling nach Punkten (einstimmig)
MMA: Hendrik Nitzsche besiegte Rimgaudas Kutkaitis via Submission (Heelhook, Rd. 1)
K-1: Torsten Raum besiegte Marc Robert Schild via TKO (Rd. 1)
K-1: Steven Kitzing besiegte Alexander Halusa via TKO (Rd. 2)
MMA: Andruis Ordoyan besigete Sandro Zanke via Submission (Armhebel, Rd. 1)
K-1: Eugen Aremenko besiegte Andreas Pschorn via KO (Rd. 2)
MMA: Pavel Karnauch besiegte Marcel Wolke via KO (Rd. 1)
K-1: Tim Richter besiegte Patrick Choumane via Aufgabe (Rd. 2)
MMA: Patrick Weikri besiegte Jens Müller nach Punkten (einstimmig)
Boxen: Andy Pfretzschner besiegte Rene Manthey via KO (Rd. 2)
K-1: Andy Otzovski besiegte Konstantin Krupp nach Punkten (geteilt)

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