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MMA - CH/AT

Geschrieben
 am Mittwoch, 12.12.2012

„Der Sieger bekommt alles“

Mathias Schuck, Human Nikmaslak und Ronny Schindhelm (v.l.). (Foto: Franz Schwerdtmann/GroundandPound)

GroundandPound erreichte ein Anruf von Human Nikmaslak, seines Zeichens Trainer von Mathias Schuck, der deutschen Nummer eins im Halbschwergewicht. Nachdem sein Schützling am vergangenen Wochenende sein Deutschland-MMA-Comeback erfolgreich feiern konnte (GnP berichtete), wurden Stimmen laut bezüglich des bereits länger erhofften Kampfes zwischen Schuck und Deutschlands Nummer zwei, Hendrik Oschmann.

„Ich wurde in letzter Zeit von mehreren Leuten angesprochen und auch persönlich beleidigt“, so der Tough-Gym-Trainer. „Es hieß, dass ich gelogen habe im GnP-TV Interview, als ich sagte, dass wir keine Antwort auf die Anfrage an Oschmann bekommen haben und auch, dass ich ihm nie geschrieben hätte. Ich will das klarstellen. Um das zu beweisen, habe ich hier meine Nachricht vom 22. Oktober abfotografiert- und man sieht, dass ich mich sehr wohl gemeldet habe.“

„Im GnP-TV Interview habe ich auch gesagt, dass ich Oschmann vorher nicht kannte, was ihn erbost hat. Das war aber nicht böse gemeint. Ich hab leider keine Zeit, jeden Tag im Internet zu sein. Bis dahin bin ich noch nicht auf ihn aufmerksam geworden. Erst durch die GnP Rangliste später, nachdem er uns herausgefordert hat.“

„Mir war es wichtig, nach dem Kampf zu fragen, nachdem Oschmann uns herausgefordert hatte (GnP berichtete). Wie gesagt, es kam keine Antwort. Erst später wurde uns dann bekannt, dass Oschmann am 8. Dezember bereits einen anderen Kampf geplant hatte, und daraufhin bot Veranstalter Gökhan Aydin an, den Kampf bei seiner Veranstaltung, No Compromises, irgendwann im Frühjahr 2013 veranstalten zu wollen. Das war uns dann aber zu weit, der 8. Dezember stand, schließlich wurden wir herausgefordert.“

Wir wollten wissen, weshalb das nächste Jahr nicht möglich zu sein scheint.

„Es sieht nun mal so aus, dass dies unser einziger freier Termin war dieses Jahr. Wir streben internationale Kämpfe an, qualifizierte Leute und Angebote im Ausland. Versteht mich nicht falsch, ich will Oschmann nicht schlecht machen, aber er ist weniger interessant als gute Kämpfe im Ausland. Mathias ist 32 und wir können nicht einfach just for fun Kämpfe machen. Wir wollen international groß rauskommen. Durch seinen letzten Fight in Russland ist er bekannter geworden. In den Staaten gibt es einige Interessenten, und ich bin mir sicher Oschmann würde das Gleiche tun, wenn er auf der Eins wäre. Man macht die Kämpfe nun mal nicht aus Spaß, wenn man Vollprofi ist, sondern weil es der Beruf ist, und den nehmen wir ernst.“

Nichtsdestotrotz gäbe es noch Hoffnung für Deutschlands MMA-Fans, die Begegnung zwischen der Nummer eins und zwei im Halbschwergewicht zu sehen.

„Oschmann ist derzeit verletzt, das wissen wir. Es sieht jedoch so aus, dass wir Ende Januar wissen, ob und wann Mathias im Ausland kämpft. Das ermöglicht folgende Option, wenn bis dahin keine signifikanten Auslandsbegegnungen festgemacht werden. Wir können im Laufe des Jahres einen Kampf mit Oschmann festmachen, bei dem der Gewinner alles mitnimmt. Es geht nicht nur um die Nummer eins der Rangliste, sondern auch um die Gage. Der Sieger bekommt alles und der Verlierer nichts. Wenn schon so viel gesprochen wird, dann wollen wir auch hoch pokern. Der Bessere soll gewinnen! Als Ort bieten wir Hamburg oder Greifswald an, keine andere Location. Wichtig bis dahin ist, dass Oschmann interessant bleibt, dann wäre vielleicht April oder Mai möglich.“

Mathias Schuck (o.) besiegte Sergio Pique am vergangenen Samstag. (Foto: Franz Schwerdtmann/GroundandPound)

„Jeder, der in den Ring steigt, ist ein Gewinner. Das Endergebnis ist die Summe des Talentes, der Tagesform, des langen Trainings und der Erfahrung. Jeder, der in den Ring steigt, ist ein Gewinner. Wir respektieren jeden anderen Kämpfer. Es kommt jedoch darauf an, wie man sich benimmt. Wenn man dem anderen Gegenüber keinen Respekt zollt, wollen wir damit nichts zu tun haben und distanzieren uns. Wir wollen das Beste für den Sport und haben auch eine Vorbildfunktion. Wenn nach diesen Regeln gespielt wird, kommen wir alle weiter.“

Oschmann kuriert derzeit einen Innenbandriss aus (GnP berichtete). GroundandPound wird versuchen, zeitnah eine Stellungnahme des Magdeburgers einzuholen.

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