Am Samstag, den 25. Februar, wird wieder der Klassiker der Grapplingszene in Karlsruhe veranstaltet: Submissao 2012.
Wie in den vergangenen Jahren wird es auch 2012 wieder eine Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kategorie geben, die jeweils in einem klassischen KO-System ausgetragen wird. Der Sieger der offenen Klasse (BJJ und Submission-Wrestling) erhält ein Preisgeld von 100 Euro.
Im vergangenen Jahr waren wieder viele Spitzenkämpfer auf der Matte zu finden. Malte Janssen, Nico Penzer, Janosch Stefan, Peter Sobotta und viele andere gaben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Von überall kommen sie angereist, dass reizt viele an diesem Turnier teilzunehmen.
Veranstalter Christoph Schadek freut sich auf das bevorstehende Event: „Es ist für uns eine tolle Sache, alle freuen uns drauf. Ich bin gerade dabei ein paar Superfights zu organisieren, lasst euch mal überraschen. Auch von der Beteiligung wird es noch mehr werden. Aus Finnland haben sich einige angekündigt.“
Man hat aber auch aus der Vergangenheit gelernt und ist ständig dabei, sich auch im Regelwerk weiter zu entwickeln, dazu Schadek „Wir haben wieder ein paar Änderungen vorgenommen und umgesetzt.“ .
Submissao 2012
Karlsruhe
25. Februar
Veranstalter:
Polizeisportverein Karlsruhe e.V. (in Kooperation mit dem
Deutschen Ju-Jutsu Verband)
Ort:
Polizeisportverein (PSV) Karlsruhe
Edgar-Heller-Straße 19
76227 Karlsruhe
Wiegen:
08:30 bis 09:30 Uhr - Beginner
anschließend Begrüßung und Erklärungen zum Regelwerk
12:00 bis 13:00 Uhr – Advanced
Das Wiegen findet ohne Gi statt!
Beginn:
ab 10 Uhr
Startgeld:
EUR 25,- für eine Klasse (Gewichtsklasse oder Offene Klasse)
EUR 35,- für zwei oder mehr Klassen (z.B. Gewichtsklasse BJJ
und Submission Wrestling + Offene Klasse BJJ)
Hinweis: Anmeldungen sind nur bis einschließlich 23. Februar
möglich. Nachmeldungen am Turniertag können nicht
berücksichtigt werden!
Die offenen Klassen BJJ und Submission Wrestling werden
parallel ausgetragen. Daher kann die Anmeldung nur für eine
offene Klasse erfolgen.
Info:
Christoph Schadek
Mobil +49-177-5002367
info@schadek.net
Regelwerk:
Handzeichen des Kampfrichters
Punkte werden vom Kampfrichter durch Handzeichen angezeigt. Zur eindeutigen Vergabe der Punkte trägt der Kampfrichter an seiner rechten Hand ein farbiges (grünes) Handgelenksband. Punkte die an den Kämpfer mit dem grünen Gürtel oder dem Träger des farbigen (blauen) Kimonos vergeben werden sollen, werden mit dieser Hand angezeigt. Mit der anderen Hand werden die Punkte des Kontrahenten angezeigt.
Takedowns, Sweeps, Knee on Belly: 2 Punkte
Passing the Guard: 3 Punkte
Front Mount, Back Mount, Back Grab: 4 Punkte
Verwarnung: Der Kampfrichter schließt seine Hände zur Faust und dreht sie auf Brusthöhe übereinander nachdem er mit der Hand die Farbe des zu bestrafenden Kämpfers signalisiert hat. Gleichzeitig wird dem Kontrahenten ein Vorteil zugesprochen.
Vorteil: Hierzu bewegt der Kampfrichter die entsprechende Hand, ausgehend von seiner Brust, parallel zur Schulterhöhe nach außen bis der Arm gestreckt ist.
Kampfunterbrechung: Durch gleichzeitiges Ausstrecken beider Arme auf Schulterhöhe wird eine Unterbrechung des Kampfes angezeigt
Unterbrechung der Zeit während des Kampfes: Hierzu formt der Kampfrichter mit seinen Händen ein „T“ und signalisiert dadurch dem Zeitnehmer die Uhr anzuhalten.
Disqualifikation: Sie erfolgt durch das Kreuzen der Unterarme auf Gesichtshöhe. Im Anschluss zeigt der Kampfrichter auf denjenigen Kämpfer der disqualifiziert wird.
Zurücknahme von Punkten: Mit der gleichen Hand, mit der zuvor Punkte vergeben wurden, führt der Kampfrichter eine Winkbewegung aus und signalisiert somit die Rücknahme der vergebenen Punkte.
II. Kampfentscheid
Ein Kampf kann auf folgende Weise entschieden werden:
1. Aufgabe
2. Punkte
3. Vorteil
4. Disqualifikation
5. Bewusstlosigkeit
1. Aufgabe: Ein Kampf wird durch Aufgabe entschieden, wenn ein Kämpfer aufgrund einer regelkonformen Technik gezwungen ist, seine Niederlage anzuzeigen. Dies erfolgt durch:
a) sichtbares Abklopfen mit der Handfläche am Gegner oder auf der Mattenfläche
b) sichtbares Abklopfen mit dem Fuß auf der Mattenfläche (wenn der Athlet seine Hände hierzu nicht benutzen kann)
c) verbale Aufgabe (an den Kampfrichter gerichtet), wenn es dem Kämpfer nicht möglich ist durch Abklopfen mittels Hand oder Fuß seine Aufgabe anzuzeigen
d) Antrag auf Beendigung des Kampfes (an den Kampfrichter gerichtet), wenn der Kämpfer sich verletzt hat oder sich aus einem anderen Grund nicht in der Lage fühlt, den Kampf fortzusetzen.
Weiterhin kann ein Kampf aufgrund folgender Entscheidungen vorzeitig beendet werden:
e) gelangt der Kampfrichter zu der Überzeugung, dass eine angesetzte Aufgabetechnik bei vollständiger Ausführung zu einer Verletzung des unterlegenen Kämpfers führen könnte, kann er den Kampf vorzeitig beenden und den Anwender der Aufgabetechnik zum Sieger erklären.
f) Der Trainer eines Kämpfers kann einen Abbruch des Kampfes erzwingen, indem er sich mündlich an den Kampfrichter wendet oder ein Handtuch auf die Matte wirft.
g) Wird ein Kämpfer mit einer Aufgabetechnik konfrontiert und beginnt er währenddessen zu schreien, indiziert dies eine verbale Aufgabe und der Kampf wird abgebrochen.
h) Der Kampfrichter kann einen Kampf beenden, wenn ein Kämpfer sich verletzt hat oder eine medizinische Untersuchung ergibt, dass der Sportler den Kampf nicht fortsetzen kann. In diesem Fall geht der Sieg an den Kontrahenten, solange die Verletzung nicht auf eine Handlung zurückzuführen ist, die eine Disqualifikation zur Folge hat.
i) Fordert ein Kämpfer die kurzfristige Unterbrechung des Kampfes aufgrund eines Krampfanfalles, ist dies wie eine Aufgabe zu werten.
2. Punkte
4 Punkte - Front Mount, Back Mount, Back Grab
3 Punkte - Passing the Guard
2 Punkte - Takedowns, Sweeps und Kee on the Belly
-1, -2... - Verwarnungen
1, 2, 3... - Vorteile
Gelingt es während des Kampfes keinem der Kontrahenten seinen Gegner durch eine Aufgabetechnik zu bezwingen, wird der Sieg nach folgenden Kriterien entschieden: Punkte, Vorteile, Verwarnungen. Im Falle eines Unentschieden übernimmt der Kampfrichter die Entscheidung über den Sieg.
2.1. Positive Punkte
Ändert ein Kämpfer seine Position, für die er bereits Punkte erhalten hat, geringfügig ab, um anschließend in die gleiche Position zurückzukehren, so werden für diese Aktion keine weiteren Punkte vergeben.
(Beispiel: Kontrolliert ein Kämpfer seinen Kontrahenten in der Knee on Belly Position und wechselt anschließend auf die andere Seite in die Knee on Belly Position, werden lediglich 2 Punkte für die erste Aktion vergeben.)
Gelangt ein Kämpfer in eine dominante Position und wird in diesem Moment vom Kontrahenten mit einer Aufgabetechnik attackiert, so erhält er erst eine Punktwertung, wenn die Aufgabetechnik vollständig verteidigt wurde.
(Beispiel: Kämpfer A gelangt in die Mount Position und wird dabei von Kämpfer B mit einer Guillotine angegriffen. Kämpfer A erhält erst dann die 4 Punkte für die Mount Position, wenn er seinen Kopf aus der Umklammerung gelöst hat, d.h. erst bei erfolgreicher Verteidigung der Würgetechnik.)
a) Takedowns
Jede Form des Zu-Boden-Bringens des Gegners, bei dem dieser mit einem Teil seines Rückens den Boden berührt, wird mit 2 Punkten gewertet. Gelingt dies dem Werfenden nicht, muss er für eine Punktewertung den Gegner nach dem Wurf für mindestens 3 Sekunden in Bodenlage kontrollieren.
Beobachtung 1: Endet der Takedown außerhalb der Kampffläche, jedoch noch innerhalb der Sicherheitszone, und stand dabei der Werfende mit beiden Füßen in der Kampffläche, erhält dieser die Punkte für den Takedown.
Beobachtung 2: Befindet sich ein Kämpfer in einer Position bei der er auf einem Bein steht und auf dem anderen kniet, kann er sowohl geworfen werden als auch selbst einen Wurf ausführen. In beiden Fällen werden Punkte für den Takedown gegeben.
Befindet sich ein Kämpfer mit beiden Beinen kniend auf dem Boden und wird von seinem stehenden Kontrahenten umgeworfen, so muss dieser an die Seite des Umgeworfenen gelangen und ihn in dieser Position kontrollieren um einen Vorteil zu erhalten.
Beobachtung 3: Führt ein Kämpfer einen Doubleleg-Takedown aus und wird dabei durch seinen Kontrahenten mittels eines Sweeps zu Boden gebracht, erhält der Werfende keine Punkte. Sein Gegner hingegen erhält eine Punktewertung für den Sweep.
Beobachtung 4: Befindet sich ein Kämpfer nach der Ausführung eines Wurfes in Unterlage erhält er 2 Punkte für den Wurf, sein Gegner in Oberlage einen Vorteil. Landet der Werfende im Anschluss an einen Wurf in der Guard des Gegners und wird unmittelbar danach durch einen Sweep in die Unterlage gebracht, erhalten beide Kämpfer eine Wertung von 2 Punkten.
b) Passing the Guard
Gelingt es einem Kämpfer die Beine seines Gegners zu passieren (hierzu zählen alle Formen der Guard) und nimmt er anschließend eine seitliche Kontrollposition ein, in der es dem Gegner nicht möglich ist sich zu bewegen oder aus der Position zu entkommen, erhält er 3 Punkte.
(Hinweis: Gelingt es dem Kämpfer in Unterlage den Angriff (das Passieren der Guard) abzuwehren, indem er auf beide Knie gelangt oder indem er aufsteht, erhält der Angreifer lediglich einen Vorteil zugesprochen.)
c) Knee on the Belly
Der Kämpfer in Oberlage muss ein Knie auf dem Bauch des Gegners positionieren und dabei dessen Kimono oder Ärmel, und zusätzlich den Gürtel halten. Das freistehende Bein muss in Richtung des gegnerischen Kopfes ausgerichtet sein. Wertung für diese Position sind 2 Punkte.
Beobachtung: Kann der unterlegene Kämpfer seine Position verteidigen, indem er nicht zulässt, dass der Kämpfer in Oberlage die Knee on Belly Position vollständig ausführt, erhält der Angreifer einen Vorteil.
d) Mount
Kann ein Kämpfer eine sitzenden Position auf dem Oberkörper des Kontrahenten einnehmen, unabhängig davon ob dieser sich in Bauchlage, in einer seitlichen Position oder in Rückenlage befindet, wird dies als Mount angesehen und mit 4 Punkten gewertet.
Beobachtung 1: Der Kämpfer in Oberlage kann dabei auf einem Arm des Kontrahenten sitzen, jedoch nie auf beiden Armen.
Beobachtung 2: Die Knie bzw. Füße des Kämpfers in Oberlage müssen auf der Mattenfläche aufliegen und dürfen sich nicht auf den gegnerischen Beinen befinden (z. B. Fuß des Kämpfers in Oberlage wird vom unten liegenden Kämpfer mit dessen Beinen umklammert).
Beobachtung 3: Attackiert der unten liegende Kämpfer seinen Kontrahenten mit einer Triangle und dreht er im weiteren Verlauf diesen, so dass er sich anschließend in Oberlage befindet, handelt es sich um einen Sweep. Diese Aktion wird mit 2 Punkten gewertet. In diesem Fall werden keine Punkte für eine Mount Position vergeben.
e) Back Grab
Der Angreifer befindet sich im Rücken seines Kontrahenten und umschließt diesen mit beiden Armen, wobei ein Arm über den Hals- bzw. Nackenbereich führen muss. Gleichzeitig muss die gegnerische Hüfte mit beiden Beinen umschlossen und die eigenen Fersen jeweils auf der Innenseite der gegnerischen Oberschenkel positioniert werden. Der Kämpfer erhält 4 Punkte für die korrekte Ausführung.
Beobachtung: Hierbei kann ein Arm des Gegners mit dem eigenen Bein eingeschlossen werden. Keine Wertung hingegen erfolgt, wenn beide Arme des Gegners mit den Beinen umschlossen werden.
f) Sweep
Ein Sweep kann aus jeder Form der Guard erfolgen (Closed Guard, Spiderguard, Halfguard etc.) und wird mit 2 Punkten gewertet. Hierbei muss der unten liegende Kämpfer die Position umkehren, so dass er sich anschließend in Oberlage befindet.
Beobachtung 1: Eine Wertung erfolgt nur, wenn der Sweep aus der Guard oder aus der Halfguard ausgeführt wurde.
Beobachtung 2: Gelingt es dem Angreifer während eines Sweep-Versuches den Rücken des Gegners einzunehmen, erhält er dafür 2 Punkte.
Beobachtung 3: Wenn bei einem Sweep-Versuch beide Kämpfer aufstehen und derjenige der den Sweep initiiert hat anschließend einen Takedown durchführt und in der Oberlage verbleibt, wird dies mit 2 Punkten gewertet.
2.2. Negative Punkte (Verwarnungen)
Verwarnungen können an einen Kämpfer gerichtet werden, wenn dieser einen Regelverstoß (Foul) im Sinne dieses Regelwerks begeht, den Zweikampf bewusst vermeidet (Stalling) und nicht bestrebt ist, den Kampf durch Aufgabe zu beenden.
Unter Stalling versteht man, wenn ein Kämpfer absichtlich dem Zweikampf ausweicht (z. B. durch ein Halten des Gegners ohne dabei Bemühungen zu zeigen den Kampf beenden zu wollen).
Nach der mündlichen Aufforderung „Fight“ und einem auffordernden Handzeichen durch den Kampfrichter, wird das Kampfgeschehen für etwa 20 Sekunden beobachtet. Gelangt der Kampfrichter nach dieser Zeit zu der Überzeugung, dass einer der beiden Kontrahenten keine sichtbaren Bemühungen unternimmt sich dem Zweikampf zu stellen, wiederholt er die mündliche Aufforderung „Fight“. Gleichzeitig erhält der sich dem Zweikampf verweigernde Kämpfer eine Verwarnung. Der am Kampfgeschehen beteiligte Kämpfer erhält einen Vorteil.
Behält der bereits verwarnte Kämpfer im weiteren Verlauf sein Verhalten bei und beteiligt sich nicht aktiv am Kampf, unterbricht der Kampfrichter den Kampf durch den Ausruf „Stopp“ und gibt dem passiven Kämpfer erneut eine Verwarnung. Gleichzeitig erhält der Kontrahent einen Vorteil in Form von 2 Punkten.
Im Anschluss wird der Kampf im Stand fortgesetzt.
Bei einem erneuten Regelverstoß hat der Kampfrichter die Möglichkeit, diesen Kämpfer, aufgrund der beiden vorausgegangenen Verwarnungen, zu disqualifizieren.
Vergleiche Kapitel 4 (Disqualifikation) für detaillierte Informationen.
3. Vorteile
Ist ein Kämpfer sichtlich bemüht eine regelkonforme Technik (z. B. Takedown, Sweep, Aufgabetechnik, Passieren der Guard) anzuwenden ohne dass es ihm jedoch gelingt diese erfolgreich abzuschließen, kann ihm für die Bemühungen ein Vorteil erteilt werden.
Der Kontrahent muss dabei sichtbar in Bedrängnis geraten und eine nicht unerhebliche Energie aufwenden, um die Technik abzuwenden.
Befinden sich beide Kämpfer in einer Closed Guard Position ergeben sich folgenden Regelungen:
a) Zeigt der Kämpfer in Oberlage ein Verhalten, aus dem deutlich hervorgeht, dass er die Guard seines Kontrahenten passieren möchte, oder gelingt es ihm, auf den Gegner einen derartig starken Druck auszuüben, so dass dieser gezwungen ist mit aller Kraft seine Position zu verteidigen (z. B. aus der Closed Guard in die Halfguard wechseln, um die eigene Position zu halten), wird dies mit einem Vorteil gewertet.
b) Kann der Kämpfer in Unterlage seinen Kontrahenten durch einen Sweep fast vollständig in die Unterlage bringen, ihn anderweitig in eine unvorteilhafte Position zwingen oder eine Aufgabetechnik anwenden, die vom Gegner eine Verteidigung abverlangt, erhält er einen Vorteil.
(Hinweis: Für den Sweep-Versuch wird gefordert, dass derjenige der den Sweep ausführt seine Beine öffnet).
Vorteile können während das Stand- oder Bodenkampfes für Aktionen vergeben werden, bei denen der Kämpfer mit Entschlossenheit versucht, regelkonforme Techniken (Sweeps, Takedowns etc.) durchzuführen. Wenn der Kämpfer zeigt, dass er den Kampf größtenteils dominiert indem er seinen Kontrahenten in die Defensive drängt, kann ebenso ein Vorteil vergeben werden.
4. Disqualifikation
4.1. Schwerwiegende Regelverstöße
Wird durch einen Kämpfer eine der unter den Punkten a) bis f) beschriebenen Handlungen ausgeführt, erfolgt für diesen Kämpfer unwiderruflich die Disqualifikation und der Ausschluss vom gesamten Turnier.
a) Anwendung einer verbotenen Technik (siehe Kapitel „Einschränkungen“) und der damit gesteigerten Verletzungsgefahr für einen Kämpfer
b) Die Aussprache von beleidigenden Äußerungen, das Fluchen auf der Mattenfläche oder vergleichbare ehrverletzende Handlungen gegenüber dem Kampfrichter oder den am Turnier beteiligten Personen.
c) Treten, Schlagen, Beißen, an den Haaren ziehen, Finger in die Augen oder die Nasenöffnung des Gegners bringen („Fishhooking“), absichtliches Herbeiführen von Verletzungen im Genitalbereich sowie der Einsatz der Fäuste, Füße, Knie, Ellenbogen oder des Kopfes mit der Absicht, eine Verletzung beim Gegner herbeizuführen oder sich dadurch auf unfaire Weise einen Vorteil zu verschaffen.
d) Wird während des Kampfes der Kimono (bestehend aus Oberteil und Hose) eines Kämpfers beschädigt, ist dieser verpflichtet für Ersatz zu sorgen.
Für den Wechsel seiner Kleidung erhält der Kämpfer vom Kampfrichter eine angemessene Zeit (wenige Minuten) zur Verfügung gestellt. Kann in dieser Zeit keine entsprechende Ersatzkleidung durch den Kämpfer organisiert werden, wird der Betroffene vom Wettkampf disqualifiziert.
(Hinweis: Unter der Kimono-Hose hat der Kämpfer eine Unterhose o. Ä. zu tragen)
e) Bei Anwendung einer Aufgabetechnik, muss der Kämpfer seinem Gegner die Möglichkeit bieten, den Kampf durch Aufgabe (Tap) zu beenden. Wird diese Möglichkeit durch den Kämpfer nicht gewährt, in dem er eine Aufgabetechnik ruckartig und unkontrolliert ausübt, erfolgt die Disqualifikation.
f) Gleichfalls wird ein Kämpfer disqualifiziert, wenn er sich einer korrekt angesetzten Aufgabetechnik durch Mattenflucht entzieht. Es handelt sich hierbei um ein technisches Foul und nicht um einen schwerwiegenden Regelverstoß. Der Kämpfer ist somit für den bereits laufenden Wettkampf gesperrt, kann aber im weiteren Verlauf des Turniers erneut in einer Gruppe antreten (z.B. Open Class).
4.2. Leichte Regelverstöße / Verwarnungen
- Beim ersten Regelverstoß erhält der Zuwiderhandelnde eine mündliche Verwarnung
- Beim zweiten Regelverstoß wird dem Kontrahenten ein Vorteil zugesprochen
- Wird ein dritter Regelverstoß begangen, erhält der Kontrahent 2 Punkte
- Folgt nach dem dritten Regelverstoß ein weiterer, obliegt es dem Mattenrichter den Kämpfer vom Wettkampf zu disqualifizieren
Verwarnungen können für folgende Zuwiderhandlungen ausgesprochen werden:
a) Der Kämpfer darf erst in eine kniende Position wechseln, nachdem er den gegnerischen Gi ergriffen hat.
b) Wenn ein Kämpfer die Kampffläche durch Hinauskriechen, Hinausrollen oder Hinaustreten verlässt, um den Zweikampf zu vermeiden bzw. um Zeit zu gewinnen.
c) Wenn der eigene Kimono absichtlich vom Körper gelöst wird oder wenn ein Kämpfer dies durch den Kontrahenten zulässt, um dadurch eine Kampfunterbrechung herbeizuführen, die es ihm ermöglicht sich zu erholen oder einen gegnerischen Angriff abzuwenden.
d) Wenn der Kämpfer mit seinen Fingern in die Innenseite des gegnerischen Ärmels oder Hosenbeins greift. Gleiches gilt für das Ergreifen des gegnerischen Gürtels mit beiden Händen.
e) Wenn ein Kämpfer dem Kampf ausweicht, indem er seinen Gegner hält und keine Bemühungen unternimmt, den Kampf durch Sweeps, Passieren der Guard, Aufgabetechniken etc. aktiv zu gestalten.
f) Ein sofortiger Verlust von zwei Punkten erfolgt, wenn ein Kämpfer einen Sweep oder den Ansatz einer Aufgabetechnik durch Mattenflucht verhindert.
5. Bewusstlosigkeit
Verliert ein Kämpfer das Bewusstsein durch ein regelkonformes Belasten, Würgen oder Werfen bzw. aufgrund eines Unfalls, der nicht absichtlich durch den Kontrahenten herbeigeführt wurde, gilt der Kampf als verloren.
III. Einschränkungen
Der Kampfrichter kann jederzeit einen laufenden Kampf abbrechen, wenn er der Überzeugung ist, dass einem Kämpfer durch eine kurz vor der Vollendung stehende Aufgabetechnik eine erhebliche Verletzungsgefahr droht. In einem solchen Fall wird demjenigen Kämpfer der Sieg zugesprochen, der die Aufgabetechnik angesetzt hat.
Slams aus der Guard (Hochheben des Gegners aus der Guard mit einem absichtlichen auf die Matte Werfen desjenigen), Genickhebel, Bizepshebel, Scherenwürfe sowie Fersenhebel sind im gesamten Turnier verboten.
In der offenen Klasse dürfen nur männliche Kämpfer ab der Gewichtsklasse -82 kg oder höher teilnehmen.
Ringer- bzw. Mattenschuhe (gilt nicht für Submission Wrestling), Kopfschützer, Shirts aller Art unter dem Gi (gilt nicht für weibliche Teilnehmer) sowie jegliche Schutzausstattung die einen entscheidenden Einfluss auf den Kampfverlauf und -ausgang haben könnten, insbesondere Genitalschützer, sind während des Wettkampfes verboten.
Verbotene Techniken Weißgurt-Klasse
Würfe die auf das Genick gehen oder dieses verletzen könnten
Slams aus der Guard
Bein- und Fußhebel (leg lock)
Genickhebel (cervical lock)
Bizepshebel (biceps lock)
Wadenhebel (calf lock)
Handgelenkhebel (wrist lock)
Mata Leao mit dem Fuß
Scherenwurf (scissors takedown)
Fersenhebel (heelhook)
Verbotende Techniken Blaugurt-Klasse / Beginner Submission Wrestling
Würfe die auf das Genick gehen oder dieses verletzen könnten
Slams aus der Guard
Genickhebel (cervical lock)
Bizepshebel (biceps lock)
Wadenhebel (calf lock)
Mata Leao mit dem Fuß
Scherenwurf (scissors takedown)
Fersenhebel (heelhook)
Verbotene Techniken Elite-Klasse / Advanced Submission Wrestling
Würfe die auf das Genick gehen oder dieses verletzen könnten
Slams aus der Guard
Genickhebel (cervical lock)
Bizepshebel (biceps lock)
Scherenwurf (scissors takedown)
Fersenhebel (heelhook)
IV. Hygiene / Kleidung
Die Wettkampfbekleidung der Teilnehmer muss gewaschen und trocken sein bzw. darf keine unangenehmen Gerüche vorweisen.
Fuß- und Fingernägel müssen kurz geschnitten und sauber sein.
Teilnehmer mit langen Haaren müssen Vorkehrungen treffen, damit Behinderungen des Gegners oder der eigenen Person ausgeschlossen werden.
Das Einsprühen der Haare mit Farbe oder Sprays, sowie das Auftragen jeglicher Gleitsubstanzen (z.B. Vaseline oder Öl) auf den Körper, sind nicht gestattet. Verstöße können zu einer sofortigen Disqualifikation führen.
Verbände sind erlaubt, so lange sie nicht die Beweglichkeit von Gelenken in besonderem Maße einschränken.
Kimono (Brazilian Jiu-Jitsu)
Ein Kimono muss nachfolgende Anforderungen erfüllen:
Material aus Baumwolle oder aus vergleichbaren Materialien in gutem Zustand
Die Festigkeit des Stoffes muss so beschaffen sein, dass es den Gegner in seinen Aktionen nicht behindert. Beispielsweise darf die Dicke des Stoffes den Gegner nicht daran hindern, sich einen Griff am Kragen, Ärmel oder dem Rücken zu erarbeiten.
Der Kimono darf keine Risse und Beschädigungen aufweisen
Das Kimonooberteil muss eine entsprechende Länge aufweisen, damit die Hüften des Kämpfers bedeckt sind
Bei ausgestreckten Armen müssen die Ärmel des Kimonooberteils bis an die Handgelenke heranreichen
Gürtel müssen eine Breite von 4 bis 5 cm aufweisen und mit einem Doppelknoten das Kimonooberteil zusammenhalten. Die Farbe des Gürtels muss der Graduierung des Kämpfers entsprechen (z.B. im BJJ: weiß, blau, violett, braun, schwarz).
Kleidung Submission Wrestling
Lange oder kurze Sporthose sowie Rashguard oder T-Shirt (Knöpfe, Reißverschlüsse o.Ä. an der Kleidung sind verboten)
Das Kämpfen mit freiem Oberkörper ist nicht gestattet
Ringer- bzw. Mattenschuhe sind erlaubt
V. Gewichtsklassen
Die Kategorie Beginner / Weißgurt ist für Kämpfer geeignet, die über eine Trainingserfahrung von ca. 1 bis 2 Jahren verfügen und nur wenig Wettkampferfahrung besitzen.
Ein Blaugurt im BJJ oder Luta Livre wird im Rahmen der Submissao als ein erfahrener Kämpfer eingestuft und ist daher nicht befugt, in der Weißgurtklasse teilzunehmen. Ebenso muss ein Teilnehmer mit umfangreichen Vorkenntnissen aus vergleichbaren Kampfsystemen wie Ringen, Judo, Sambo oder MMA in der Blaugurt-Klasse / Elite-Klasse oder Advanced-Klasse Submission Wrestling starten.
Gewichtsklassen Brazilian Jiu-Jitsu
Weißgurt / Blaugurt:
Männer: -64 kg / -70 kg / -76 kg / -82 kg / -88 kg / -94 kg / -100 kg / +100 kg
Frauen: -58 kg / -64 kg / +64 kg
Elite-Klasse (Violett / Braun / Schwarz):
Männer: -64 kg / -70 kg / -76 kg / -82 kg / -88 kg / -94 kg / -100 kg / +100 kg
Frauen: -58 kg / -64 kg / +64 kg
Gewichtsklassen Submission Wrestling
Beginner / Advanced:
Männer: -64 kg / -70 kg / -76 kg / -82 kg / -88 kg / -94 kg / -100 kg / +100 kg
Frauen: -58 kg / -64 kg / +64 kg
Offene Klasse
Es dürfen nur männliche Kämpfer ab der Gewichtsklasse -82 kg oder höher teilnehmen.
VI. Kampfzeit
Weißgurt / Beginner Submission Wrestling: 5 min
Blaugurt: 6 min
Elite-Klasse / Advanced Submission Wrestling: 7 min
VII. Sonstiges
Die Karlsruher Grappling Challenge ist ein Turnier das im einfachen KO-System ausgetragen wird.
Gewichtsklassen können in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl zusammengefasst werden.
Sollten beide Kämpfer eines Finalkampfes verletzungsbedingt nicht weiterkämpfen können, gelten folgende Bestimmungen:
a) Sind bereits Punkte oder Vorteile vergeben worden bestimmen diese den Gewinner
b) Sind weder Punkte noch Vorteile erzielt worden, wird der Kampf unentschieden gewertet
Erscheint einer der beiden Finalkämpfer auch nach dreimaliger Aufforderung nicht auf der Mattenfläche, wird er disqualifiziert und sein Kontrahent zum Sieger erklärt.
Für das Tragen von Aufnähern auf dem Kimono gelten die Bestimmungen der IBJJF (www.ibjjf.org).
Das Regelwerk der Karlsruher Grappling Challenge wurde in Anlehnung an das Regelwerk der IBJJF erstellt.
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