Seine Fäuste spielen in diesem Kampf nur eine Nebenrolle. Vor Gericht gelten andere Regeln als im Ring und dennoch geht es für Jürgen Brähmer ab heute um alles! Vor der kleinen Strafkammer des Landgerichts Schwerin muss sich der Universum-Fighter wegen Körperverletzung in zwei Fällen und Beleidigung verantworten.
In erster Distanz wurde der Champion der WBO im Halbschwergewicht zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. Dagegen ging Brähmer in Revision und will nun einen Freispruch für sich herausholen und damit das vorzeitige Ende seiner Karriere abwenden.
Zusammen mit seinem Anwalt Johannes Eisenberg gilt es nun die nächsthöhere Instanz von seiner Unschuld zu überzeugen. Ganz hoffnungslos sieht es nicht aus. Schon im ersten Gang gab es viele verwirrende Aussagen, brachte Brähmers Seite mithilfe von Privatdetektiven Ungereimtheiten ans Tageslicht.
Seine Fäuste kann Brähmer das nächste Mal dann in rund zehn Wochen sprechen lassen. In England muss er seinen Gürtel gegen den Briten Nathan Cleverly verteidigen. Auch hier geht es für Brähmer wohl ums sportliche Überleben.
Aufgrund des Kampfes an zwei Fronten, darf man allerdings schon fragen, ob der Mecklenburger wirklich in der Lage ist, sich optimal auf seinen nächsten Auftritt im Profiboxen vorzubereiten.
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