Im September des vergangenen Jahres klopfte er schon einmal ganz oben an. Bis zum damaligen Kampf gegen World Boxing Organization-Champion Nathan Cleverly kannte Karo Murat nur das Siegen. Dann folgte eine bittere Niederlage. In Runde zehn war Schluss für den armenisch-stämmigen Deutschen. Nichts wurde es mit der Titelentführung in England.
2011 zeigte sich der Sauerland-Schützling wieder erholt, wenngleich man seine Gegner sicher nicht als Top 10-Kämpfer einordnen sollte. Christian Cruz (der ganz klar zum Verlieren eingekauft war) leistete in der Rhein-Ruhr Sporthalle von Mühlheim im Februar nicht wirklich große Gegenwehr. Im Mai folgte dann in Neubrandenburg Otis Griffin. Gegen den Amerikaner setzte sich der 27-Jährige durch TKO in Runde elf durch. Damit sicherte er sich nicht nur die Gunst der Zuschauer, sondern auch den vakanten IBF-Interkontinental-Titel im Halbschwergewicht.
Und nun soll es laut gut unterrichteten Kreisen einen Titel-Eliminator für den im Irak geborenen Murat geben. Und zwar gegen einen alten Bekannten: In Madrid soll es zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem Spanier Gabriel Campillo kommen. Schon 2008 standen sich beide in Bielefeld gegenüber. Damals siegte Murat knapp nach Punkten. Nun also die Neuauflage.
Der Sieger des Kampfes darf dann als Pflichtherausforderer auf Weltmeister Tavoris Cloud treffen. Cloud gilt keineswegs als stärkster Weltmeister im Halbschwergewicht, dennoch dürfte er zwei Nummern zu groß für Karo Murat sein, der wohl schon mit der Hürde Campillo einige große Probleme haben wird.
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