
![]() | Name | Oleg Taktarov |
| Spitzname | The Russian Bear | |
| Kampfrekord | 11-5-2 | |
| Geburtstag | 25. Juni 1968 | |
| Größe/Gewicht | 1,83m/95kg | |
| Mannschaft | Lion's Den | |
| Kampfstil | Sambo | |
| Heimatstadt | Gorky | |
| Nationalität | Russe | |
| Debüt | 7. April 1995 | |
| Einzugsmusik | - | |
| Website |
Lange bevor ein gewisser Fedor Emelianenko sich einen Namen als bester Kämpfer der Welt machen konnte, gab es bereits einen anderen russischen Sambo-Kämpfer, der im internationalen MMA für Furore sorgte: Oleg Taktarov. Das ehemalige Mitglied der sowjetischen Armee-Spezialeinheit "Speznas" kam 1994 ohne Green Card und ohne ein Wort Englisch zu sprechen in die USA, um dort seinem Traum der Schauspielerei nachzugehen. Um sich dafür das nötige Kleingeld zu verdienen, kehrte der frühere KGB-Kampfsportausbilder jedoch an seine Wurzeln zurück und nahm an einigen der ersten UFC-Turniere teil. Bereits bei seinem Debüt bei UFC V schaffte es der damals 27jährige Bodenkämpfer ins Halbfinale, mußte sich auf Grund einer Cutverletzung jedoch dem späteren Sieger Dan Severn geschlagen geben.
Bereits drei Monate später gelang ihm dann bereits der große Wurf: Bei UFC VI besiegte Taktarov an einem Abend den 20kg schwereren Ringer Dave Beneteau, Thaiboxer Anthony Macias und den legendären Kneipenschläger "Tank" Abbott, um sich den Turniersieg zu holen. Ein Unentschieden im Super Fight gegen seinen damaligen Freund und Trainingspartner Ken Shamrock, sowie der Finaleinzug beim "Ultimate Ultimate"-Turnier, das alle Turniersieger und -zweiten von UFC I bis UFC VII beinhaltete, rundeten sein fantastisches erstes Jahr in der UFC ab. In der Folgezeit kämpfte der "russische Bär" überall auf der Welt, u.a. in Japan (Pancrase, Mars, 2), Brasilien (World Vale Tudo Championship, 2), den USA (World Fighting Federation) und sogar in Kasachstan (National Freesparring) mit gemischten Ergebnissen. Der Höhepunkt seiner Karriere außerhalb der UFC war sicherlich die Teilnahme an der allerersten PRIDE-Veranstaltung im Oktober 1997. Der Super Fight gegen einen weiteren ehemaligen UFC-Kämpfer in Gary Goodridge ging jedoch doch K.O. verloren.
Trotz seiner fünf Karriere-Niederlagen waren sich viele Fans und Experten jedoch einig, daß Taktarov auf Grund seiner Erfahrung im Bodenkampf und seiner größeren Athletik bei einem möglichen Aufeinandertreffen selbst gegen den legendären Royce Gracie gewonnen hätte. Nach dem Ende seiner aktiven Kampfsportkarriere im Jahr 1998 konnte sich der nun in Los Angeles beheimatete Taktarov endlich seiner großen Leidenschaft der Schauspielerei widmen. Seine Rolle als durchgeknallter Serienkiller in 15 Minuten Ruhm an der Seite von Robert de Niro verschaffte ihm in Hollywood den Durchbruch. Seitdem hat er in zahlreichen Kassenschlagern wie Rollerball (2002, 2), Bad Boys II (2003, 2), Das Vermächtnis der Tempelritter (2004) und Miami Vice (2006) mitgewirkt.
Stärken:
* versiert in allen Arten von Aufgabegriffen
* fantastische Kondition
* akrobatische Takedowns
Schwächen:
* anfällig für Cutverletzungen
* neigte dazu, seine Gegner zu unterschätzen
* suspektes Kinn
Größte Erfolge:
1x UFC 8-Mann Turniersieger (1995)
1x UFC 8-Mann Turnierfinalist (1995)
1x UFC Viewers Choice Award (2003)
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