
![]() | Name | Dan Severn |
| Spitzname | The Beast | |
| Kampfrekord | 73-13-7 | |
| Geburtstag | 8. Juni 1954 | |
| Größe/Gewicht | 1,88m/113kg | |
| Mannschaft | Team Beast | |
| Kampfstil | Ringen | |
| Heimatstadt | Coldwater | |
| Nationalität | US-Amerikaner | |
| Debüt | 16. Dezember 1994 | |
| Einzugsmusik | WWF-Theme | |
| Website |
Dan Severn ist der einzige Kämpfer in der Geschichte des MMA, der sich "Triple Crown Champion" der UFC nennen kann, d.h., der ein 8-Mann UFC-Turnier, ein UFC "Ultimate Ultimate"-Turnier und einen UFC Super Fight gewinnen konnte. Als der Mann aus Coldwater, im US-Bundesstaat Michigan am 16. Dezember 1994 zum ersten Mal einen Fuß ins Octagon der UFC setzte, konnte er bereits auf eine illustre Amateurkarriere als Ringer zurückblicken. So wurde er in allen vier Collegejahren zum All-American ernannt, einem imaginären Team, das die besten Collegesportler des Landes beinhaltet. In der Folgezeit hat er an Wettkämpfen überall auf der Welt teilgenommen und mehr als 100 nationale und internationale Titel errungen. Das "Biest" hielt ebenfalls lange Zeit den US-Rekord für die meisten Siege durch Pinfall und war in den Jahren 1984 und 1988 Ersatzmann für die Olympiamannschaft der USA.
In den Anfangsjahren der UFC war er eine der dominanten Figuren der Liga. So erreichte er gleich bei seinem MMA-Debüt bei UFC IV das Finale gegen Royce Gracie, dem er durch Triangle Choke unterlegen war. Vier Monate später bei UFC V machte er seine Sache noch besser, als er in weniger als zehn Minuten das Gegner-Trio Joe Charles, Oleg Taktarov und Dave Beneteau schlagen und das 8-Mann-Turnier für sich entscheiden konnte. Andertalb Monate zuvor holte er sich mit einem Sieg über Chris Candido ebenfalls den NWA-Schwergewichtstitel und wurde somit der einzige Mann in der Geschichte, der sich zur gleichen Zeit UFC- und NWA-Weltmeister nennen konnte. Der Höhepunkt seiner MMA-Karriere folgte im Dezember des Jahres 1995. Im ersten UFC "Ultimate Ultimate"-Turnier, das alle Turniersieger und-zweiten von UFC I bis UFC VII beinhaltete, konnte er sich in drei zermürbenden Kämpfen gegen Paul Varelans, Tank Abbott und erneut gegen Oleg Taktarov durchsetzen.
Im Mai 1996 traf Severn erneut auf den amtierenden UFC Superfight Champion Ken Shamrock. Das "Biest" und der "gefährlichste Mann der Welt" hatten sich bereits bei UFC VI gegenüber gestanden, wo sich Shamrock nach nur 134 Sekunden durch Guillotine Choke durchsetzen konnte. Der Rückkampf lief jedoch komplett anders: Für zwei Drittel des Kampfes liefen beide Athleten im Octagon nur im Kreis. In den letzten zehn Minuten konnte Severn seinem zehn Jahre jüngeren Gegner seinen Stempel aufdrücken und gewann nach einer halben Stunde Kampfzeit eine Mehrheitsentscheidung. Dadurch hatte Dan Severn mit Taktarov, Shamrock und Abbott bis auf Royce Gracie alle großen Champions der Anfangsjahre der UFC bezwungen. Mit über vierzig Jahren begann jedoch auch ein Ausnahmeathlet wie Severn langsam abzubauen. Bei UFC XII unterlag er Mark Coleman, der sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befand, nach nur zwei Minuten und 57 Sekunden durch Aufgabe.
Als Konsequenz verließ er die UFC und schloß sich den gerade gegründeten PRIDE Fighting Championships an, wo er sich bei der Eröffnungsveranstaltung von Kimo Unentschieden trennte. Nach 25 Siegen aus 29 Kämpfen in kleineren Veranstaltungen in den USA, auf Hawaii und in Japan kehrte er noch einmal im Alter von 46 Jahren in die UFC zurück, nur um vom damals aufstrebenden Pedro Rizzo in etwas mehr als neunzig Sekunden K.O. geschlagen zu werden. Damit war Severns Zeit in den großen Events effektiv vorbei, was ihn jedoch nicht davon abgehalten hat, bis zum heutigen Tag namhafte Gegner wie Wes Sims, Travis Fulton, Forrest Griffin, Dan Christison, Justin Eilers oder Ruben Villarreal zu bezwingen. Das er auch im stolzen Alter von über fünfzig Jahren Gegner dominieren kann, die teilweise nur halb so alt sind wie er, ist der beste Beweis dafür, daß Ringen eine der besten, wenn nicht die beste Basis für MMA darstellt.
Stärken:
* Weltklasse-Ringer
* extrem ausdauernd und körperlich robust
* großer Stratege mit ausgezeichneter Ringpsychologie
Schwächen:
* kein guter Puncher
* anfällig für Würgegriffe
* langsam
Größte Erfolge:
4x NCAA All-American im Ringen (1972, 1973, 1974, 1975)
2x NWA-Weltmeister im Schwergewicht (1995, 2002)
2x UFC 8-Mann Turniersieger (1995)
1x UFC Superfight Champion (1996)
1x WEF-Weltmeister im Schwergewicht (2000)
1x UFC Hall of Fame (2005)
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